Aktuelles

Vorstandssitzung

Am 31.August findet die nächste Vorstandssitzung des Waldbauvereines Prüm statt. Auf der Tagesordnung stehen die Punkte
Im Anschluss wird für interessierte Vorstandsmitglieder eine Exkursion in den Schwarzwald angeboten.

Bärlauchernte 2021

Das nasskalte Frühjahrswetter war gut für unsere Wälder, allerdings schlecht für die Bärlauchernte.

Mit nur knapp 16 Tonnen lag die Ernte in diesem Jahr weit unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Die Qualität war für den Handel einfach nicht gut genug.

Im Durchschnitt konnten ca. 65 Cent/kg erlöst werden. Dieses Jahr hat nur eine Firma (Vorjahr 3) geerntet auf 16 (Vorjahr 42) Privatwaldparzellen, im Gemeindewald und im Staatswald. Bei der Vergabe werden nur zertifizierte Firmen berücksichtigt, selbstredend mit Genehmigung der Oberen Naturschutzbehörde.

Die rechnungsmäßige Abwicklung erfolgte über die PWH. Den Einsatz in der Fläche hat dankenswerterweise Herr Forstamtsrat i.R. Dieter Pilzecker betreut. Der langjährige Revierleiter im FR Rommersheim, Herr Stefan Rosen, ist im Frühjahr an das Forstamt Wittlich gewechselt.

Borkenkäfer-kontrolle

Das nasskalte Frühjahrswetter hat zu einem relativ späten Beginn des Schwärmfluges begonnen. Seit der 21.KW, mit Beginn der milderen Witterung, sind die Borkenkäfer aber wieder aktiv, mit bisherigem Schwärmhöhepunkt in der 22.KW. Schwärmhöhepunkt der F1-Generation war in der 32.KW.

Die Waldschutzsituation ist noch immer sehr kritisch. Hier noch einmal der Hinweis, dass das Landeswaldgesetz alle Waldbesitzenden in § 15 verpflichtet, die dem Wald (…) durch Übervermehrung von Pflanzen und Tieren (bezieht sich auch auf Borkenkäfer !) drohenden Gefahren zu verhüten und zu bekämpfen. Der Schutz umfasst auch vorbeugende Maßnahmen und solche der Überwachung.

Es gilt weiterhin:
Kontrollieren Sie wöchentlich Ihre Wälder auf frischen Borkenkäferbefall, insbesondere in unmittelbarer Nähe von alten Käfernestern.
Das regelmäßige Kontrollieren der Privatwälder auf frischen Borkenkäferbefall schützt also nicht nur Ihr Waldeigentum vor drohendem Verlust sondern gehört zu den Pflichten (!) der Waldbesitzer. Bei festgestelltem Käferbefall können die Privatwaldbetreuer von Landesforsten weiterhelfen.
Wir empfehlen folgende Vorgehensweise:
  1. Für altes Käferholz (abfallende Rinde) erst die Vermarktungsmöglichkeiten prüfen, eine Waldschutzgefahr besteht dort nicht mehr.
  2. Bei frischem Käferholz und kleinen Mengen nach Möglichkeit zeitnah von Hand entrinden.
  3. Wenn das nicht möglich ist, transportieren Sie das befallene Holz in Zwischenlager außerhalb des Waldes (mindestens 500 m Abstand zum nächstgelegenen Fichtenbestand)
  4. Das Holz kann auch mit Spediteuren auf einen Trockenlagerplatz in der Nähe von Wallersheim transportiert werden.
  5. Für den Nah- und Ferntransport in Zwischen-/Trockenlager gibt es Förderung (bitte auf jeden Fall vorher (!) mit dem Privatwaldbetreuer abklären).
  6. Die wirklich allerletzte Möglichkeit ist dann die Polterspritzung mit Insektiziden, aber wirklich nur dann, wenn es keine andere Alternative gibt.

Borkenkäfer

Vertrauensleute

Herr Peter Schmitz aus Feuerscheid und Herr Christian Hack aus Mützenich haben Ihre Ämter als Vertrauensperson niedergelegt. Der Waldbauverein dankt ihnen für ihre ehrenamtliche und langjährige Tätigkeit, die sie für den Waldbauverein und die Mitglieder aus Feuerscheid und Mützenich/Schweiler geleistet haben. Das Amt der Vertrauensperson in Feuerscheid übernimmt Herr Hermann-Josef Schmitz und das Amt der Vertrauensperson in Mützenich/Schweiler übernimmt Frau Stephanie Monix.

Mitgliederversammlung
Waldbauverein Prüm e.V. 2021

Die Mitgliederversammlung 2021 musste pandemiebedingt leider abgesagt werden.

Mitglieder-versammlung
Waldbauverein Prüm e.V. 2021

Die Mitgliederversammlung 2021 musste pandemiebedingt leider abgesagt werden.

Mitgliederversammlung
Waldbauverein Prüm e.V. 2020

Am 20. Januar 2020 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Waldbauvereins in der Prümer Karolingerhalle statt.

Mitglieder-versammlung
Waldbauverein Prüm e.V. 2020

Am 20. Januar 2020 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Waldbauvereins in der Prümer Karolingerhalle statt.

Der interne Teil der Mitgliederversammlung

Der interne Teil der Mitglieder-versammlung

Kassenbericht

Die Finanzen des Vereines sind bei unserem Kassenwart, Andreas Backes, in besten Händen. Der Waldbauverein Prüm ist solide aufgestellt. Die anwesenden Mitglieder in der prall gefüllten Karolingerhalle erteilten –nach dem Vortrag des Kassenprüfberichtes- den Verantwortlichen des Waldbauvereines einstimmig Entlastung.

Holzmarktbericht

Es folgte der Holzmarktbericht von Maria Pilzecker. Die Zeichen für 2020 stehen weiter schlecht. Bestenfalls können die eh schon niedrigen Holzpreise, bei kurzen Vertragslaufzeiten, fortgeschrieben werden. Je nach der anfallenden Menge von Kalamitätsholz ist ein weiterer Preisrückgang für das laufende Jahr aber auch nicht ausgeschlossen. Die Nachfrage nach Frischholz in der Fichte ist weiterhin sehr verhalten und auf unbefriedigendem Preisniveau.

Geschäftsbericht PWH

Das Jahr 2019 war für alle Beteiligten mehr als herausfordernd, so Horst Backes, der Geschäftsführer der PWH. Trotz des weitgehenden Verzichts auf Frischholzeinschlag bei der Fichte, wurden im vergangenen Jahr ca. 72.500 Festmeter über die PWH vermarktet, fast ausnahmslos Kalamitätsholz aus Sturm und Käferschäden. Der Durchschnittspreis sank auf ein fast historisches Tief. Trotz der sehr schwierigen Rahmenbedingungen ist es aber gelungen, das Holz unserer Mitglieder komplett in der Region zu vermarkten. Seit Mitte 2019 verkauft die PWH auch das Holz der waldbesitzenden Gemeinden im Forstamtsbezirk Prüm und hat sich vorausschauend mit Frau Silvia Baumann personell verstärkt. Sie unterstützt das bisherige PWH-Team um Frau Pilzecker, Frau Hoffmann und Frau Bach.

Karolingerhalle

Geschäftsbericht Waldbauverein

Die Borkenkäferkalamität war auch in diesem Jahr das Hauptthema im Geschäftsbericht des Waldbauvereines, vorgetragen vom Geschäftsführer Peter Wind. Ob und inwieweit das relativ feuchte IV.Quartal 2019 ein wenig Entspannung bringen wird, zeigt sich zu Beginn der Vegetationsperiode. Noch ist der Wasserspeicher im Boden, nach 2-jähriger Trockenheit, nicht komplett aufgefüllt. Daher ist auch weiterhin jeder Tropfen Regen den Waldbauern herzlich willkommen und stärkt die Vitalität und damit die Abwehrkraft unseres Waldes. Wegen der sehr hohen Käferpopulation, die wohl weitgehend unbeschadet den Winter überstehen wird, ist auch in 2020 mit nennenswerten Käferschäden zu rechnen. Es stellt sich nicht die Frage nach dem „ob“, sondern lediglich nach dem „wieviel“.

Mitentscheidend wird sein, bis Ende März -also bis zum Beginn des Schwärmfluges der Borkenkäfer- möglichst viele Überwinterungsbäume zu identifizieren, um die Überwinterungsstadien der Borkenkäfer mitsamt der Rinde unschädlich zu machen. Ca. 80 % der Käferpopulation überwintert in der Rinde von im Spätsommer/Frühherbst des vergangenen Jahres befallenen Fichten. Diese Bäume zu finden, zu ernten und zu vermarkten ist das einzig wirksame Mittel, die weiterhin drohenden Schäden so gering wie möglich zu halten. Die örtlich zuständigen Privatwaldbetreuer von Landesforsten stehen mit Rat und Tat zur Seite. Alte Käferbäume, mit bereits abgefallener Rinde, sollten vorerst im Wald verbleiben. Von Ihnen geht keine Gefahr mehr aus und sie sind kaum noch zu den Aufarbeitungskosten zu vermarkten.

Der öffentliche Teil der Mitgliederversammlung

Der Vorsitzende, Aloysius Söhngen, begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste in der Karolingerhalle. Ca. 350 haben den Weg zur Jahreshauptversammlung gefunden. 2019 sei das erwartet schwierige Jahr geworden. Viele Waldbesitzer hätten enorm unter den Sturm- und Käferschäden gelitten. Dass es nicht noch schlimmer gekommen sei, ist dem guten Zusammenspiel von Waldbesitzern, Forstleuten, der PWH und den Holzkäufern, sowie der regionalen Unternehmerschaft zu verdanken. Das laufende Jahr werde wohl nicht weniger herausfordernd. Schon mal ohne nennenswerte Sturmschäden in die Vegetationszeit starten zu können, da wäre bereits ein Wunsch in Erfüllung gegangen.

Aloysius Söhngen

Winfried Schal

Möglichkeiten im
modernen Holzbau

Es folgte ein gleichermaßen fesselnder wie faszinierender Vortrag von Winfried Schaal. Der gebürtige Prümer, heute Chef der Projektabteilung beim norwegischen Holzkonzern Moelven, präsentierte eine Reihe von Holzbauten, die sein Unternehmen in Skandinavien in die hinreißende Landschaft gestellt hat. Was mit qualitativ hochwertigem Holz und der entsprechenden Holzbaukunst alles möglich ist, das beeindruckt alle Anwesenden im Saal. Schulen, Bäder, Brücken, Wohnanlagen und vieles mehr. Highlight, ein 18-stöckiges Holzgebäude – 85 m hoch – mit Geschäften, Büros und Wohnungen.
Der Vortrag zeigt auf, dass in Deutschland noch viel mehr im Holzbau möglich sei. Das traditionelle Bauen in Deutschland und den meisten westeuropäischen Ländern mit Beton, Stahl und Stein, habe bisher verhindert, das vorhandene Holzbaupotential auch nur ansatzweise auszuschöpfen.

Wiederaufforstung
nach Sturm und Käfer

Bereits 2007 (!) hat Olaf Böhmer, Leiter des Forstamtes Neuerburg, in Prüm bei den Waldbauern zum Thema Klimawandel referiert. Was er damals alles in Aussicht stellte, habe sich leider nicht nur bewahrheitet, sondern habe sich noch rapide verschlechtert. Der Klimawandel kommt nicht nur mit rasanten Schritten auf uns zu, wir sind mittendrin und es gehe noch viel schneller, als eh schon befürchtet.

Welcher Baum ist denn nun der Richtige, für die dramatisch sich verändernden klimatischen Rahmenbedingungen? Der bisherige „Brotbaum“, die Fichte, werde künftig diese Leistung nicht mehr erbringen können. Das heiße nicht, dass man sie jetzt überall verdammen müsse, es ist aber eine Baumart mit hohem Risiko. Weißtanne, Douglasie, Buche und Eiche. Heimische Baumarten, die besser mit Hitze und Trockenheit parat kommen als die Fichte. Eine risikolose Baumart hingegen gibt es nicht und leider fielen viele diese Alternativen nur allzu schnell dem Wild zum Opfer. Ohne Schutzmaßnahmen ist eine erfolgreiche Etablierung dieser Baumarten nicht vorstellbar. Die große Herausforderung: Auf der einen Seite wieder klimastabil aufforsten, auf der anderen Seite aber auch wirtschaftlich effektiv handeln. Eine Chance liegt in der Risikostreuung, also Baumarten, die zusammenpassen, mischen. Keine Reinbestände aufforsten.

Aber leider, so was ganz Genaues wisse man nicht. Jeder Einzelfall läge etwas anders. Daher bitte den Rat der Fachleute auf den Forstämtern einholen.

Olaf Böhmer

Am Ende der Veranstaltung dankte Aloysius Söhngen den Referenten, allen übrigen Rednern und den zahlreich erschienen Gästen. „Ein schwieriges Jahr liegt hinter uns, ein schwieriges Jahr steht uns bevor, lassen sie uns gemeinsam das Beste daraus machen“